
Durch illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit am Bau entsteht Jahr für Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Rund 38 Prozent des gesamten Schwarzarbeitsvolumens entfallen auf den Bau und das Handwerk. In Berlin wird mittlerweile fast jeder zweite Euro am Bau schwarz erwirtschaftet. Schwarzarbeit belastet seriös arbeitende Betriebe, verzerrt den Wettbewerb und ist das Hauptproblem der Branche.
Die Fachgemeinschaft Bau setzt sich daher gezielt gegen Schwarzarbeit am Bau ein und konnte durch ihr tatkräftiges Engagement bereits einige ihrer Forderungen – z.B. die Krankenkassenanmeldung vor der Arbeitsaufnahme – umsetzen.
Die Fachgemeinschaft Bau ist bundesweit der einzige Bauverband, der eigene Baustellenläufer gegen Schwarzarbeit am Bau beschäftigt. Die Baustellenläufer der Fachgemeinschaft Bau beobachten Baustellen in Berlin und Brandenburg und melden diese bei Verdacht auf Schwarzarbeit an den Zoll weiter. Geht der Zoll den Hinweisen der Bauprofis nach, wird er in 76 Prozent aller Fälle fündig. Die erfolgreiche Arbeit der Baustellenläufer ist vom Bundesrechnungshof anerkannt.
Im Kampf gegen Schwarzarbeit am Bau setzt die Fachgemeinschaft Bau zudem auf Kooperationspartner: In Bündnissen für Regeln am Bau setzt sie sich in Berlin, in Brandenburg sowie auf Bundesebene gemeinsam mit Behördenvertretern sowie den Tarifvertragspartnern gegen Schwarzarbeit am Bau ein. Insbesondere das Berliner Bündnis für Regeln am Bau erzielt durch die gute und enge Zusammenarbeit der Bündnispartner regelmäßig gute Erfolge.
Um die Schwarzarbeit am Bau effektiv bekämpfen zu können, müssen nach Ansicht der Fachgemeinschaft Bau folgende Forderungen umgesetzt werden: